Preisermittlung aus Investorensicht

Mehrfamilienhaus verkaufen Preis – Ertragswertverfahren, Faktor-Methode und Investor-Indikation

Bei einem MFH zählt nicht der Quadratmeterpreis, sondern der Cashflow. Wir leiten den Preis nach §§ 27-34 ImmoWertV her – Jahresnettokaltmiete × Multiplikator, kalibriert über Liegenschaftszinssatz und Restnutzungsdauer.

Ertragswertverfahren §§ 27-34 ImmoWertVFaktor aus realen TransaktionenIndikation in 72 Stunden

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So funktioniert der Verkauf

In 4 einfachen Schritten zum Verkauf Ihrer Immobilie

1

Cashflow-Eckdaten erheben

Wir benötigen die belastbare Jahresnettokaltmiete (kalt, ohne Umlagen, ohne Stellplätze gesondert ausgewiesen), Mieterliste mit Vertragsdatum, Leerstandsquote der letzten 24 Monate und das Baujahr. Aus diesen Werten errechnen wir den Reinertrag, nicht aus optimistischen Soll-Mieten.

2

Faktor und Liegenschaftszinssatz herleiten

Wir gleichen die Eckdaten mit der Kaufpreissammlung des zuständigen Gutachterausschusses ab und kalibrieren den Multiplikator über den ortsüblichen Liegenschaftszinssatz und die Restnutzungsdauer nach Anlage 22 BewG. So entsteht eine Wertspanne mit nachvollziehbarer mathematischer Brücke.

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Mietsteigerungs-Potenzial bewerten

Liegt die Ist-Miete unter Mietspiegel, errechnen wir die nachhaltige Marktmiete im Rahmen der Kappungsgrenze. Dieser Hebel ist bei MFH wertentscheidend – nicht der oberflächliche Sanierungsstand. Wir zeigen den Mehrertrag in Euro pro Jahr und seine Auswirkung auf den Faktor.

4

Verbindliche Investor-Indikation

Sie erhalten eine schriftliche Preisindikation mit Faktor, Liegenschaftszinssatz, Restnutzungsdauer und Vergleichsfällen. Auf Wunsch verbindliches Ankaufsangebot mit Festpreis – ohne Finanzierungsklausel, ohne Provision, mit Beurkundung in vier bis sechs Wochen.

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Kein Makler, kein Stress – Ihre Vorteile im Überblick

🧮

Ertragswert statt €/qm

Bei einem Mehrfamilienhaus ist der Quadratmeterpreis irrelevant – maßgeblich ist der Reinertrag. Wir kapitalisieren die nachhaltig erzielbare Jahresnettokaltmiete über die Restnutzungsdauer, addieren den Bodenwert und kommen so auf den Verkehrswert nach §§ 27-34 ImmoWertV. Genau die Methode, die jeder Gutachterausschuss und jede Pfandbrief-Bank ansetzt.

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Faktor-Range nach Stadt-Tier

Top-7 zwischen 22× und 30× JNKM, A-Standorte 18× bis 24×, B-Städte 14× bis 20×, C-Lagen 10× bis 15×. Wir zeigen, in welche Zelle Ihr Objekt fällt – inklusive Auf- oder Abschlag durch Mikrolage, Mieterstruktur und Energieklasse. Keine Wunschpreise, keine Algorithmus-Schätzung.

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Liegenschaftszinssatz transparent

Der Liegenschaftszinssatz steuert den Vervielfältiger und damit den Preis. Wir verwenden die aktuellen LZS aus den Grundstücksmarktberichten der Gutachterausschüsse – nicht den pauschalen 4,5-Prozent-Wert aus § 188 BewG, der für die Erbschaftsteuer gilt, aber den Marktwert systematisch unterschätzt.

📅

Restnutzungsdauer korrekt angesetzt

Unsanierter Altbau Baujahr 1965 hat eine andere Restnutzungsdauer als ein 2010 grundsanierter Bestand. Wir bewerten nach Anlage 22 BewG mit fundierten Modernisierungspunkten – das verlängert die RND, erhöht den Vervielfältiger und damit den Preis um sichtbare Beträge.

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Mietspiegel-Hebel ausgewiesen

15 Prozent unter Mietspiegel ist beim MFH ein klassischer Wertsteigerer – die nachhaltige Marktmiete liegt höher als die Ist-Miete. Investoren preisen dieses Potenzial je nach Anpassungsgeschwindigkeit ein. Wir rechnen den Mehrwert konkret aus, statt ihn vage zu erwähnen.

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Investor-Sicht statt Maklerwunsch

Makler arbeiten mit Wunschpreisen, weil hohe Listings die Provisionsbasis erhöhen. Wir geben den Preis aus, den ein rationaler Bestandshalter auf Eigenkapital-Basis mit Zinsschwelle 4 Prozent heute zahlt – also den Preis, der auch im Notartermin Bestand hat.

Warum nicht über einen Makler verkaufen?

Der direkte Weg ist oft der bessere

Makler vs. Direktankauf

  • Ertragswertverfahren nach §§ 27-34 ImmoWertV mit Cashflow-Logik (statt: €/qm-Schätzung wie beim Einfamilienhaus übertragen)
  • Aktueller Faktor aus 2026er Transaktionen und Liegenschaftszinssatz (statt: Wunschpreis aus Bruttomiete und 2022er Spitzenfaktor)
  • Echte Notar-Verkaufsfälle aus Gutachterausschuss-Sammlungen (statt: Online-Tools mit Algorithmus auf Angebotspreis-Scrape)
  • Capex-Bedarf in EUR/qm beziffert und vom Ertragswert abgezogen (statt: Sanierungsstau als Bauchgefühl-Abschlag)
  • Kappungsgrenze, Mietpreisbremse und Anpassungspfad konkret durchgerechnet (statt: Mietsteigerungs-Potenzial als nebulöser Aufschlag)
Immobilie verkaufen ohne Makler

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Was unsere Kunden sagen

Echte Erfahrungen – verifizierte Google Bewertungen

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Joachim Steinert in der letzten Woche

Die beiden haben mir extrem schnell weitergeholfen, vielen Dank!

Leonie Fendel vor einer Woche

Sehr schnelle und kompetente Beratung, vielen Dank!

Boy George vor 2 Wochen

Tolle Kommunikation, gute Beratung

Häufig gestellte Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Immobilienverkauf

Welches Verfahren bestimmt den Preis eines Mehrfamilienhauses 2026?
Bei vermieteten Mehrfamilienhäusern ist das Ertragswertverfahren nach §§ 27-34 ImmoWertV der einzig sachgerechte Ansatz. Die Logik: Eine Renditeimmobilie wird zu dem Preis gehandelt, zu dem ihr nachhaltiger Cashflow für einen Investor noch eine angemessene Rendite oberhalb der risikolosen Verzinsung abwirft. Im Markt hat sich die vereinfachte Faktor-Methode durchgesetzt – Verkehrswert ≈ Jahresnettokaltmiete × Multiplikator. Sie ist mathematisch der Kehrwert der Bruttoanfangsrendite und liefert die gleiche Größenordnung wie das vollständige Ertragswertverfahren, sofern die Bewirtschaftungskosten marktüblich sind. Vergleichswert- und Sachwertverfahren spielen beim MFH praktisch keine Rolle, weil ausreichend vergleichbare Verkaufsfälle selten sind und die Substanzbetrachtung den Cashflow-Charakter ignoriert.
Welche Multiplikatoren sind 2026 nach Stadt-Tier realistisch?
Die Bandbreiten folgen einer klaren Hierarchie. Top-7-Standorte – Berlin, München, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart und Köln – erzielen für gepflegten Bestand 22 bis 30, in Spitzenlagen Münchens auch darüber. A-Standorte wie Hannover, Nürnberg, Leipzig, Bremen, Dresden bewegen sich zwischen 18 und 24. B-Städte wie Dortmund, Essen, Bochum, Bielefeld, Münster zwischen 14 und 20, je nach Mikrolage. C-Lagen in strukturschwachen Mittelstädten oder peripheren Stadtteilen bewegen sich zwischen 10 und 15. Diese Spannen sind zum Multiplikator-Hoch von 2022 um drei bis sechs Stellen reduziert und spiegeln die Realität nach EZB-Zinszyklus wider. Wer mit alten Faktoren rechnet, geht mit unverkäuflichen Wunschpreisen in die Vermarktung.
Wie wirken Liegenschaftszinssatz und Restnutzungsdauer auf den Preis?
Beide Stellgrößen bestimmen den Vervielfältiger im Ertragswertverfahren. Der Vervielfältiger nach Annuitätenformel V = ((1+p)^n − 1) ÷ (p × (1+p)^n) steigt mit längerer Restnutzungsdauer und sinkt mit höherem Liegenschaftszinssatz. Ein Beispiel: Liegenschaftszins 3,0 Prozent und 60 Jahre Restnutzungsdauer ergeben Vervielfältiger 27,7. Steigt der Liegenschaftszins auf 5,0 Prozent – typisch für Ruhrgebiets-B-Lagen – fällt der Vervielfältiger auf 18,9. Wird die Restnutzungsdauer durch Modernisierung von 40 auf 60 Jahre verlängert, steigt der Vervielfältiger bei 4,0 Prozent von 19,8 auf 22,6 – ein Plus von rund 14 Prozent auf den Preis ohne einen Cent zusätzlichen Cashflow. Genau deshalb ist die korrekte Festlegung der Restnutzungsdauer nach Anlage 22 BewG so wertrelevant.
Wie schlägt sich Ist-Miete unter Mietspiegel im Verkaufspreis nieder?
Ist-Miete unter Mietspiegel ist beim MFH meistens der größte einzelne Preishebel. Investoren bewerten nicht nur die heutige Jahresnettokaltmiete, sondern die nachhaltig erzielbare Marktmiete – also den Ertrag nach Anpassung im Rahmen der Kappungsgrenze von 15 bzw. 20 Prozent in drei Jahren und nach natürlicher Mieterfluktuation. Liegt der Bestand 15 Prozent unter Mietspiegel, lässt sich der Faktor um 1 bis 2 Punkte heben, weil das Anpassungspotenzial monetarisierbar ist. In Städten mit Mietpreisbremse oder Milieuschutz wird der Aufschlag konservativer angesetzt, weil der Pfad länger dauert. Wichtig: Die Anpassung muss rechtlich zulässig und mietvertraglich umsetzbar sein – pauschale Aufschläge ohne juristische Prüfung führen zu späteren Preisreduktionen.
Warum unterscheidet sich der Direktankauf-Preis vom Maklerlisting?
Der Maklerlisting-Preis ist ein Angebotspreis, der Direktankauf-Preis ist ein Transaktionspreis. Makler kalkulieren mit Spielraum nach unten, weil sie Zugkraft im Inserat erzeugen wollen – die tatsächlichen Notarpreise liegen typischerweise 8 bis 15 Prozent darunter. Beim Direktankauf entfällt diese Marge, weil wir mit Eigenkapital und vorbereiteter Bankzusage sofort den Notartermin ansteuern. Hinzu kommt die Provisions-Ersparnis von 3,57 bis 7,14 Prozent inkl. MwSt., die bei 1,5 Mio. EUR Kaufpreis 53.500 bis 107.100 EUR ausmacht und im Direktankauf vollständig beim Verkäufer verbleibt. Unter dem Strich liegen beide Erlöse netto häufig nahe beieinander – mit dem Unterschied, dass der Direktankauf in vier bis sechs Wochen abgeschlossen ist statt in sechs bis zwölf Monaten Vermarktung mit Mieter-Unruhe.

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Mehrfamilienhaus verkaufen Preis – wie Investoren den Preis 2026 wirklich ermitteln

Der Preis eines Mehrfamilienhauses wird nicht aus dem Quadratmeterpreis abgeleitet, sondern aus dem Cashflow, den das Objekt über seine Restnutzungsdauer abwirft. Genau hier unterscheidet sich die MFH-Preisermittlung fundamental vom Einfamilienhaus: Beim EFH dominiert das Vergleichswertverfahren mit €/qm-Logik, beim MFH das Ertragswertverfahren nach §§ 27-34 ImmoWertV mit Cashflow-Kapitalisierung. Auf dieser Seite zeigen wir, wie ein institutioneller Investor 2026 den Preis Ihres Renditeobjekts errechnet – Faktor-Methode mit Jahresnettokaltmiete × Multiplikator nach Stadt-Tier, Liegenschaftszinssatz und Restnutzungsdauer als Stellschrauben des Vervielfältigers, Mietspiegel-Hebel als Wertsteigerer, häufige Bewertungsfehler und der spezifische Direktankauf-Blick. Datengrundlage sind die Grundstücksmarktberichte der Gutachterausschüsse, der vdpResearch-Wohnimmobilien-Index, JLL- und Savills-Wohnmarktberichte 2026 sowie unsere eigene Ankaufs-Statistik aus fünfzehn Kernmärkten.

Warum bei MFH das Ertragswertverfahren über den Preis entscheidet

Ein Mehrfamilienhaus ist für den Käufer keine Wohnimmobilie zur Eigennutzung, sondern ein Investmentprodukt mit Cashflow-Profil. Daraus folgt eine andere Bewertungslogik als beim EFH. Während ein Eigennutzer für sein Wunschobjekt eine emotionale Prämie zahlt und der Preis über das Vergleichswertverfahren mit €/qm-Logik plausibilisiert wird, denkt ein MFH-Käufer in Renditen: Wie viel Eigenkapital muss ich einlegen, welcher Zinssatz finanziert den Rest, welcher Reinertrag bleibt nach Bewirtschaftung, welche Anfangsrendite und welche IRR über zehn Jahre Haltedauer? Das Ertragswertverfahren nach §§ 27-34 ImmoWertV bildet diese Logik mathematisch ab. Im Kern wird der nachhaltig erzielbare Reinertrag – Jahresnettokaltmiete minus Bewirtschaftungskosten – über die Restnutzungsdauer mit dem Liegenschaftszinssatz kapitalisiert und um den Bodenwert ergänzt. Die in der Praxis verbreitete Faktor-Methode ist eine sauber zu kommunizierende Verkürzung dieses Verfahrens: Sie multipliziert die Jahresnettokaltmiete mit einem Vervielfältiger, der sich aus Liegenschaftszins und Restnutzungsdauer ergibt. Genau deshalb scheitern Bewertungen, die mit dem €/qm-Reflex aus dem EFH-Markt arbeiten – sie ignorieren die Cashflow-Realität und produzieren Wunschpreise, die im Notartermin nicht standhalten. Wer ein MFH zum Marktpreis verkaufen will, muss sich auf die Investor-Logik einlassen: Der Preis ist der diskontierte zukünftige Mietertrag, nicht der gefühlte Substanzwert.

Faktor-Methode konkret: JNKM × Multiplikator nach Stadt-Tier

Die Faktor-Methode liefert binnen Minuten eine belastbare Preisindikation, sofern die Inputs sauber sind und der richtige Multiplikator-Korridor gewählt wird. Die Formel: Verkehrswert ≈ Jahresnettokaltmiete × Multiplikator. Die Multiplikatoren 2026 nach Stadt-Tier: | Stadt-Tier | Top-Lage | Mittlere Lage | Einfache Lage | |-----------|---------|---------------|----------------| | Top-7 (BER, MUC, HH, FFM, STR, DUS, K) | 26-30× | 22-26× | 18-22× | | A-Standorte (HAN, NUE, LEI, BRE, DRE) | 21-24× | 18-22× | 15-18× | | B-Städte (DOR, ESS, BO, BI, MS) | 17-20× | 14-18× | 12-15× | | C-Lagen (strukturschwach, peripher) | 13-15× | 11-13× | 10-12× | Beispielrechnung Top-7 Mittel: Ein gepflegtes MFH in München-Schwabing mit zwölf Wohneinheiten und 240.000 EUR Jahresnettokaltmiete zum Faktor 26 ergibt 6,24 Mio. EUR. Beispielrechnung B-Stadt Mittel: Ein MFH in Bochum-Hamme mit acht Wohneinheiten und 78.000 EUR JNKM zum Faktor 16 ergibt 1,248 Mio. EUR. Beispielrechnung A-Stadt Mittel: Ein Leipziger Bestand mit 110.000 EUR JNKM zum Faktor 20 erreicht 2,2 Mio. EUR. Innerhalb der Bandbreiten differenzieren wir nach Mieterstruktur, Energieklasse, Sanierungsreserve und Mietsteigerungspotenzial. Wichtig: Die Jahresnettokaltmiete muss die tatsächliche Kaltmiete sein – ohne Heizkosten, ohne Betriebskostenvorauszahlungen, ohne Stellplatz-Doppelzählung. Wer mit Bruttomiete rechnet, überschätzt den Wert um 15 bis 25 Prozent.

Liegenschaftszinssatz und Restnutzungsdauer – die wahren Preistreiber

Der Multiplikator ist kein Bauchwert, sondern das Ergebnis zweier präziser Größen: Liegenschaftszinssatz und Restnutzungsdauer. Der Vervielfältiger folgt der Annuitätenformel V = ((1+p)^n − 1) ÷ (p × (1+p)^n), wobei p der Liegenschaftszinssatz und n die Restnutzungsdauer in Jahren sind. Praktische Konsequenzen: Bei p = 3,0 Prozent und n = 60 Jahren ergibt sich V = 27,7 – typisch für Top-7-A-Lagen mit grundsaniertem Bestand. Bei p = 4,5 Prozent und n = 50 Jahren resultiert V = 19,8 – typische A-Stadt-Mittellage. Bei p = 5,5 Prozent und n = 40 Jahren ergibt sich V = 16,0 – Ruhrgebiet-B-Standort, mittlerer Sanierungsstand. Die aktuellen Liegenschaftszinssätze 2026 aus den Grundstücksmarktberichten: München 1,8 bis 3,0 Prozent, Berlin 2,5 bis 3,5 Prozent, Hamburg 2,5 bis 3,2 Prozent, Frankfurt 2,8 bis 3,5 Prozent, Leipzig 3,5 bis 4,5 Prozent, Dortmund 4,5 bis 5,5 Prozent, Duisburg 5,0 bis 6,5 Prozent. Pauschal 4,5 Prozent nach § 188 BewG ist ein Steuerwert für Erbschaftsteuer und nicht der marktrelevante LZS – wer ihn als Marktwert ansetzt, unterschätzt den Top-7-Wert deutlich und überschätzt strukturschwache C-Lagen. Die Restnutzungsdauer nach Anlage 22 BewG bzw. § 6 ImmoWertV ergibt sich aus Gesamtnutzungsdauer (typisch 80 Jahre für MFH) abzüglich des wirtschaftlichen Alters – verlängerbar durch Modernisierungspunkte für Dach, Fenster, Heizung, Stränge, Elektrik, Bäder. Volle Modernisierungsreserve verlängert die RND um bis zu 30 Jahre und kann den Vervielfältiger um 5 bis 7 Punkte heben.

Mietniveau unter Mietspiegel – das größte Wertsteigerungs-Potenzial

Bei vielen Bestandsobjekten – insbesondere generationenüberdauernd gehaltenen MFH – liegt die durchschnittliche Kaltmiete deutlich unter dem ortsüblichen Mietspiegel. Das ist beim Verkauf kein Mangel, sondern der wirtschaftlich wichtigste Wertsteigerer. Investoren preisen die nachhaltige Marktmiete ein, also den Ertrag, den das Objekt nach legaler Mietanpassung im Rahmen der Kappungsgrenze (15 bis 20 Prozent in drei Jahren je nach Stadt) und nach natürlicher Fluktuation erreicht. Rechenbeispiel: Ein Leipziger MFH mit 1.200 qm Wohnfläche, durchschnittlicher Ist-Kaltmiete 7,80 EUR/qm und Mietspiegel-Mittel 9,80 EUR/qm hat Aufholpotenzial von 2,00 EUR/qm × 1.200 qm × 12 Monate = 28.800 EUR pro Jahr. Bei Faktor 20 entspricht das einem Wertaufschlag von 576.000 EUR. Auch wenn das Aufholen drei bis sechs Jahre dauert, fließt es zu rund 60 bis 75 Prozent in die heutige Preisindikation ein – der Käufer monetarisiert das Potenzial, der Verkäufer monetarisiert die Substanz. Begrenzungen: Mietpreisbremse, Milieuschutz, Sozialbindungen und enge Indexbindungen reduzieren die Anpassungs-Geschwindigkeit. Die Bewertung muss diese rechtlichen Restriktionen abbilden – pauschale Aufschläge ohne juristische Prüfung führen zu Preisreduktionen in der Notar-Phase. Wir analysieren das Anpassungspotenzial je Mietvertrag und weisen den Hebel transparent in der Preisindikation aus.

Häufige Bewertungsfehler bei Mehrfamilienhäusern – und ihre Preiseffekte

Aus mehreren hundert MFH-Bewertungen sehen wir immer wieder dieselben methodischen Fehler, die zu unrealistischen Preisvorstellungen führen. Erstens: Brutto- statt Nettomiete. Eine Brutto-Warmmiete von 12,50 EUR/qm wird gerne mit dem Faktor multipliziert – tatsächlich enthält sie 2,50 bis 3,50 EUR/qm Betriebskosten, die durchlaufende Posten sind und keinen Ertrag des Eigentümers darstellen. Wer mit Bruttomiete rechnet, überschätzt den Wert um 15 bis 25 Prozent. Zweitens: Fehlende Instandhaltungs-Rückstellung. Das Ertragswertverfahren zieht von der Jahresnettokaltmiete pauschal 15 bis 25 Prozent Bewirtschaftungskosten ab – Verwaltung, Instandhaltung, Mietausfallwagnis, nicht umlegbare Betriebskosten. Manche Eigentümer übersehen diesen Abzug und arbeiten mit dem Brutto-Multiplikator, was den Preis künstlich hebt. Drittens: Sanierungsstau-Unterschätzung. Capex von 600 bis 1.200 EUR/qm Wohnfläche für Dach, Heizung, Stränge und Bäder ist bei unsanierten Beständen aus den 60er- und 70er-Jahren realistisch. Bei 1.000 qm Wohnfläche sind das 600.000 bis 1,2 Mio. EUR, die der Käufer einpreist und vom Ertragswert abzieht. Wer Sanierungsstau als emotional-vagen Abschlag von 5 Prozent verbucht, kommt in der Kaufpreisverhandlung in eine Schieflage. Viertens: Veraltete 2022er-Faktoren. Die Multiplikator-Spitzen von 2022 waren ein historisches Hoch, vor der EZB-Zinswende. Wer mit Faktor 28 in einer B-Stadt rechnet, weil das damals so gehandelt wurde, ignoriert die Zinsrealität von 2026 und produziert unverkäufliche Wunschpreise. Fünftens: Soll-Miete statt Ist-Miete. Die nachhaltige Marktmiete ist nicht die Soll-Miete laut Mietvertrag, sondern die tatsächlich erzielte Kaltmiete der letzten zwölf Monate. Mietausfälle, Modernisierungsumlagen und Stellplatz-Verträge müssen sauber abgegrenzt werden.

Was die Direktankauf-Bewertung anders macht – Investor-Sicht statt Wunschpreis

Wenn P1 Immo eine Preisindikation ausgibt, ist sie keine theoretische Verkehrswert-Schätzung, sondern ein verbindlicher Ankaufspreis aus Investor-Sicht. Der Unterschied zur Maklerbewertung liegt in vier Punkten. Erstens: Wir kalkulieren mit unserer eigenen Hurdle Rate – der Mindestrendite, die unsere Investoren über zehn Jahre Haltedauer auf das eingesetzte Eigenkapital erwirtschaften müssen. Dadurch entsteht ein Preis, der finanzierungsseitig steht und nicht im Notartermin neu verhandelt wird. Zweitens: Wir rechnen mit aktuellen Bauzinsen um 4 Prozent und Eigenkapitalquoten von 30 bis 40 Prozent – also unter realen Marktbedingungen, nicht mit den Niedrigzins-Annahmen vergangener Boom-Jahre. Drittens: Wir bewerten das Mietsteigerungs-Potenzial differenziert – nicht als pauschalen Aufschlag, sondern als juristisch geprüften Anpassungspfad mit Kappungsgrenzen-Berechnung pro Mietvertrag. Viertens: Wir beziffern den Capex-Bedarf in EUR pro Quadratmeter konkret – Dach, Heizung GEG-konform, Stränge, Elektrik, Bäder, Fenster, Fassade – statt mit emotionalen Sanierungsstau-Abschlägen zu arbeiten. Das Ergebnis ist eine Preisindikation, die binnen 72 Stunden vorliegt, nachvollziehbar hergeleitet ist und auf Wunsch in vier bis sechs Wochen in einen notariellen Kaufvertrag mündet. Vergleichswert-Logik wie beim EFH spielt bei uns keine Rolle – wir kaufen Cashflow, nicht Quadratmeter. Sie senden die Eckdaten an [email protected] oder über das Kontaktformular und erhalten in 72 Stunden eine schriftliche Indikation mit Faktor, Liegenschaftszinssatz, Restnutzungsdauer und Vergleichsfällen aus Ihrer Stadt. Ohne Provision, ohne Maklervertrag, ohne Mieter-Unruhe.

Mehrfamilienhaus verkaufen Preis – Ertragswertverfahren, Faktor-Methode und Investor-Indikation